Das Rentensystem kippt: Wirtschaftsweise empfiehlt Rentenkürzungen und höhere Beiträge
Berlin. Das deutsche Rentensystem pfeift schon länger aus dem letzten Loch. Aber jetzt wird die Schieflage dramatisch. Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“), Monika Schnitzer, regt deshalb nun einen Eingriff in die bestehenden Rentenansprüche an. Der demografische Wandel mache entsprechende Schritte erforderlich.
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Vor allem „üppige“ Renten sollten „abgeschmolzen“ werden, um das Rentensystem künftig zu sichern.
Das allein genüge jedoch nicht. Es zeichne sich eine Erhöhung der Beitragssätze ab – und damit solle die Regierung nicht unnötig warten. Vielmehr solle sie diese „jetzt schon anheben, um die starke Babyboomer-Generation, die bald in Rente geht, noch an den Kosten zu beteiligen“. Auch das Rentenalter solle schrittweise auf 70 Jahre erhöht werden. Andernfalls müsse der Bund immer mehr an Haushaltsmitteln aufwenden, um die Löcher in der Rentenkasse zu stopfen.
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Daß die Renten zusehends unbezahlbar werden, ist letztlich dem Umstand geschuldet, daß infolge der fehlenden Geburten über Jahrzehnte hinweg immer weniger Berufstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen. Kamen 1962 auf einen Altersrentner noch sechs Beitragszahler, waren es 1992 nur noch 2,7 und 2019 nur noch 2,1 – Tendenz: weiter fallend. (se)
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