Das Leben wird teurer: Inflation in Deutschland zieht kräftig an
Berlin/Wiesbaden. Allmählich nimmt die Inflation in Deutschland Fahrt auf. Laut dem Statistischen Bundesamt hat die Teuerungsrate im Mai ihren höchsten Stand seit 2011 erreicht. Sie liegt derzeit bei 2,5 Prozent. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Dabei ist auch die Inflation kein Naturgesetz, sondern zum Gutteil eine Folge politischer Weichenstellungen. Vor allem die spürbar teurer gewordene Energie ließ die Verbraucherpreise um weitere 0,5 Prozent im Vergleich zum April steigen. Im Durchschnitt kostet Energie damit zehn Prozent mehr als im Vormonat.
Aber auch die Warenpreise verteuerten sich um 3,1 Prozent, Dienstleistungen um 2,2 Prozent und Nahrungsmittel um 1,5 Prozent.
Nach Einschätzungen der Statistik-Experten dürfte sich die Aufwärtsspirale der Verbraucherpreise im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen. Auch die EZB-Direktorin Isabel Schnabel rechnet damit, daß es in Deutschland „durchaus zu einer Inflation kommen kann“, die größer als drei Prozent sei. Zum Jahresende könnten die Preise vor allem durch die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz weiter steigen, so Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. In diesem Zusammenhang erwartet der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, daß die Teuerungsrate „an die vier Prozent“ klettern werde. (se)
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