Dämpfer für Selenskyj: Kein NATO-Beitritt der Ukraine, so lange Krieg ist

Dämpfer für Selenskyj: Kein NATO-Beitritt der Ukraine, so lange Krieg ist

München. Die Front der Ukraine-Unterstützer bröckelt weiter. Während die italienische Ministerpräsidentin Meloni als eine der eifrigsten Unterstützerinnen Kiews gilt, geht ihr Außenminister und Parteifreund Tajani vorsichtig auf Distanz. Er warnt vor überstürzten Aktionen, was den Beitritt der Ukraine zur NATO angeht. Der Ukraine Aufnahmezusagen zu machen, während sich das Land im Konflikt mit Rußland befindet, sei für alle Beteiligten gefährlich, sagte Tajani auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

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„Ehrlich gesagt ist es für alle gefährlich, weil die Ukraine gegen Rußland kämpft“, wurde Tajani deutlich. „Ist die Ukraine Vollmitglied der NATO, würde das den Dritten Weltkrieg bedeuten.“

Man wolle Kiew zwar unterstützen, sagte der italienische Außenamtschef, „aber die Regeln sind klar: wenn es einen Angriff gegen ein Mitgliedsland gibt, greift die Beistandsverpflichtung. Damit müssen wir vorsichtig sein.“

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Der Auffassung Tajanis schloß sich auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte an. Auch er unterstrich, daß die Ukraine während der laufenden Auseinandersetzungen mit Rußland nicht ins Bündnis aufgenommen werden könne. Es brauche ein bedachtes Vorgehen und Zwischenschritte. „Die schlechte Nachricht ist, solange der Krieg dauert, solange kann die Ukraine nicht Mitglied der NATO werden“, sagte Rutte ebenfalls auf der Münchner Sicherheitskonferenz. (mü)

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