China erinnert an Bombardierung der Belgrader Botschaft: „Brauchen keine Belehrung von einem Völkerrechtsverletzer“

China erinnert an Bombardierung der Belgrader Botschaft: „Brauchen keine Belehrung von einem Völkerrechtsverletzer“
Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/

Peking. China verwahrt sich gegen amerikanische Kritik an seiner Haltung in der Ukraine-Krise und rührt dabei an eine offene Wunde. Die chinesische Vertretung bei der EU erklärte jetzt, China werde nie vergessen, wer die chinesische Botschaft in Jugoslawien bombardiert habe , und brauche keine Belehrungen von einem Völkerrechtsverletzer.

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Wörtlich heißt es in der chinesischen Erklärung: „Das chinesische Volk ist durchaus in der Lage, den Schmerz und das Leid anderer Länder zu teilen, denn wir werden nie vergessen, wer unsere Botschaft in Jugoslawien bombardiert hat. Und wir brauchen keine Belehrung über Gerechtigkeit von einem Völkerrechtsverletzer.“

Im gleichen Zusammenhang bezeichnet Peking die NATO als Überbleibsel des Kalten Krieges und größtes Militärbündnis der Welt und weist darauf hin, daß das Bündnis seine geographische Präsenz und sein Einsatzspektrum fortwährend weiter ausdehne.

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Zuvor hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg China dazu aufgerufen, das Vorgehen Rußlands in der Ukraine zu verurteilen. Das chinesische Außenministerium hat dazu wiederholt erklärt, China handle in Bezug auf die Ukraine-Krise stets objektiv und unparteiisch.

Die NATO hatte während des 78 Tage dauernden Angriffskrieges gegen das frühere Jugoslawien am 7. Mai 1999 die chinesische Botschaft in Belgrad bombardiert. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Amerikanische Stellen entschuldigten sich daraufhin für ein angebliches Versehen. (mü)

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