Bundeswehr: „Puma“-Kosten explodieren um 100 Prozent
Berlin. Die Beschaffungspolitik der Bundeswehr bleibt auch unter dem neuen Verteidigungsminister Pistorius (SPD) problematisch – vor allem aber kostspielig. Jetzt geht es wieder einmal um den Problempanzer „Puma“.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Der neue Schützenpanzer soll den in die Jahre gekommenen „Marder“ ablösen, gilt aber als technisch anfällig. Er hatte nach jahrelangen Nachbesserungen erst im März 2021 die Frontreife zertifiziert bekommen – aber im Dezember letzten Jahres waren bei einem Routineschießen innerhalb von eineinhalb Stunden 18 Fahrzeuge einer Einheit aus technischen Gründen ausgefallen.
Die Bundeswehr sagte daraufhin künftig ein besseres Training an dem sensiblen Waffensystem zu. Nun sollen 50 weitere Exemplare angeschafft werden. Der Bundesrechnungshof warnte vor technischen und finanziellen Risiken, doch der Haushaltsausschuß des Bundestags stimmte dem Kauf zu. Damit drohen nun neuerlich die Kosten zu explodieren. Der Rahmenvertrag sieht die Option für eine Anschaffung von bis zu 179 weiteren Fahrzeugen vor und kommt so auf ein Gesamtvolumen von knapp 4,8 Milliarden Euro.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Der Bundesrechnungshof empfahl, vor dem Kauf zusätzlicher Exemplare erst die technische Umrüstung auf die modernisierte Variante S1 abzuwarten. Statt im März, wie ursprünglich vorgesehen, würden die entsprechend umgerüsteten Fahrzeuge erst im Oktober geliefert, schreiben die Rechnungsprüfer. Sie betonen: „Die technische Reife ist deshalb noch nicht sicher.“
Zusätzlich kritisiert der Bundesrechnungshof, daß dem Kaufvertrag eine veraltete Preiskalkulation vom Dezember 2021 zugrunde liege. Innerhalb der letzten zwölf Monate liege die Preissteigerung daher nicht bei fünf Prozent, wie vom Verteidigungsministerium vorgerechnet, sondern bei 12,8 Prozent.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Schon bis jetzt haben Entwicklung und Beschaffung des „Puma“ 7,8 Milliarden Euro gekostet. Mit den 50 neuen Pumas erhöht sich die Gesamtsumme auf 9,3 Milliarden Euro – eine Kostenexplosion um satte 100 Prozent. (rk)
CC BY-SA 4.0 Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare