Britische Uranmunition in der Ukraine: „ernste“ Eskalation des Ukraine-Krieges?

Britische Uranmunition in der Ukraine: „ernste“ Eskalation des Ukraine-Krieges?

London/Kiew. Die Ukraine gilt von jeher als Kornkammer der Welt. Das Land besitzt die fruchtbarsten Böden. Vor dem derzeitigen Krieg wurden jährlich 70 Millionen Tonnen Getreide exportiert. Doch jetzt droht westliche Uranmunition die Böden auf Jahrzehnte hinaus radioaktiv zu verseuchen.

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Anfang der Woche teilte das britische Verteidigungsministerium mit, man werde der Ukraine mit den zugesagten 28 „Challenger 2“-Kampfpanzern auch panzerbrechende Munition liefern, die abgereichertes Uran enthalte. Eine brisante Entscheidung. Denn überall dort, wo in den letzten Jahrzehnten von den US-Streitkräften uranhaltige Munition verschossen wurde – etwa im Irak und im früheren Jugoslawien –, explodierten in der Folge Krebserkrankungen und die Zahlen von Mißbildungen Neugeborener.

Die Ukraine galt schon zu Zeiten des Kalten Krieges als Kornkammer der Sowjetunion. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks ist das Land zur „Getreidekammer der Welt“ avanciert. Eine Verseuchung des fruchtbaren ukrainischen Bodens mit Uranmunition hätte für große Teile der Welt unabsehbare Folgen.

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Die russische Regierung hat mit Blick auf die britische Ankündigung inzwischen vor einer „ernsten“ Eskalation des Ukraine-Krieges gewarnt, sollte London tatsächlich panzerbrechende Geschosse an Kiew liefern. Auch NATO-Generalsekretär Stoltenberg nahm zu den Lieferungen Stellung. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er, die NATO-Verbündeten hielten sich „bei allem, was sie zur Unterstützung der Ukraine tun, an internationale Regeln und internationales Recht“. (mü)

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