Brandstiftung an der Kathedrale von Nantes: 39jähriger Schwarzafrikaner gesteht die Tat
Nantes. Er war es doch: eine Woche nach dem Brand in der Kathedrale hat ein 39jähriger Ruander, der bereits kurz nach dem Brand ins Visier der Ermittler geraten, dann aber wieder entlassen worden war, die Tat nun doch gestanden. Ein Richter ordnete in der Nacht auf Sonntag Untersuchungshaft wegen „Zerstörung und Beschädigung durch Feuer“ an. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Er hat vor einem Untersuchungsrichter zugegeben, drei Brände in der Kathedrale gelegt zu haben“, sagte Staatsanwalt Pierre Sennes der Zeitung „Presse-Ocean“. Der Festgenommene räumte den Angaben zufolge ein, an der großen Orgel der Kathedrale, an einer kleinen Orgel und einer elektrischen Schalttafel Feuer gelegt zu haben.
Der Anwalt des Tatverdächtigen erklärte, sein Mandant sei von Gewissensbissen geplagt worden: „Er bedauert die Taten sehr, das Geständnis war für ihn eine Befreiung.“ Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 150 000 Euro.
Der Verdächtige, ein aus Ruanda stammender früherer „Geflüchteter“, war bereits wenige Stunden nach dem Brand festgenommen worden, kurz darauf aber auf freien Fuß gekommen. Der Mann arbeitet als Freiwilliger für die Diözese Nantes und war am Vorabend des Brandes für die Schließung der Kathedrale verantwortlich. Da es keine Einbruchsspuren gab, geriet er rasch ins Blickfeld der Ermittler. (mü)
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