Bolsonaro vs. WHO-Chef: Brasiliens Präsident hat unangenehme Fragen zu Corona
Brasilia/Rom. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist einer der wenigen Staatschefs weltweit, der sich aktiv gegen die globale Corona-Diktatur stellt. Jetzt kursieren im Netz Videomittschnitte vom zurückliegenden G20-Treffen in Rom, auf denen ein direkter Schlagabtausch zwischen Bolsonaro und WHO-Chef Gebreyesus zu sehen ist. Bolsonaro konfrontierte den WHO-Chef dabei mit unangenehmen Fragen in Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Zusammen mit Bolsonaro waren der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga und ein Übersetzer anwesend, der aus dem Portugiesischen ins Englische übersetzte, während Bolsonaro seine Fragen auf Portugiesisch stellte und Gebreyesus auf Englisch antwortete.
In dem Clip beschwert sich Präsident Bolsonaro darüber, daß die Corona-Maßnahmen die brasilianische Wirtschaft zerstört hätten und die Menschen nun Schwierigkeiten hätten, sich selbst zu ernähren. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Gebreyesus lieferte hier gleich die erste überraschende Antwort: er glaube nicht, daß es mehr Lockdowns und Co. brauche. Bolsonaro hakte nach und wollte wissen, ob die WHO Corona-Impfpässe weltweit vorschreiben werde, worauf der WHO-Chef mit „nicht jetzt“ antwortete, da es immer noch viele Länder mit einer niedrigen Impfrate gebe und die Einführung von Impfpässen einer „Diskriminierung“ gleichkäme.
Als nächstes fragte Bolsonaro, warum so viele Menschen, die in seinem Land vollständig geimpft sind, immer noch Covid-19 bekommen. Der WHO-Chef gab die (erst seit kurzem!) offizielle Antwort, daß „die Impfstoffe nicht dazu bestimmt sind, die Übertragung zu stoppen, sondern schwere Krankheiten und Todesfälle zu verhindern“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Zu der Behauptung, daß die Impfungen angeblich Todesfälle reduzierten, sagte Bolsonaro: „In Brasilien sterben viele, die die zweite Dosis erhalten haben.“ Er beklagte auch, daß diese Impfungen Kindern verabreicht würden, daß er in Brasilien aber machtlos sei, dies zu stoppen, weil Gouverneure und Bürgermeister mehr Macht als er besäßen.
Bei alledem hört Gebreyesus auf dem Videomitschnitt vor allem zu, ohne sich klar zu positionieren. Bolsonaro beschwert sich schließlich noch darüber, daß alles, was er und seine Regierung über die Impfstoffe zu sagen versuchten, von den Medien als „Fake News“ abgekanzelt werde. (mü)
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