Bolsonaro ruft US-Wahlbetrug in Erinnerung: „Es gab Leute, die drei, vier Mal gewählt haben“

Brasilia. Während die meisten westlichen Medien und Politiker US-Präsident Trump lieber heute als morgen nicht mehr im Weißen Haus sehen wollen, läßt sich der brasilianische Präsident Bolsonaro, der auch sonst gerne gegen den Stachel löckt, nicht irremachen. Er erklärte jetzt, nicht Trump sei schuld am aktuellen Chaos in den USA, sondern „mangelndes Vertrauen in die Wahl“ – und das könnte bald auch in Brasilien drohen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

In einer Rede vor Anhängern nahm Bolsonaro auch auf die im Raum stehenden Vorwürfe einer masiven Wahlfälschung in den USA auf und rief in Erinnerung: „Es gab Leute, die drei, vier Mal gewählt haben. Tote haben gewählt. Es war Anarchie. Niemand kann das leugnen.“ Die Briefwahl in den USA sei „wegen dieser Pandemie-Sache“ ausgeweitet worden, erklärte er.

Zu ähnlich turbulenten Szenen wie derzeit in Washington könnte es nach Bolsonaros Einschätzung aber auch in Brasilien kommen, wo 2022 ebenfalls gewählt werden soll. Aufgrund des elektronischen Wahlsystems gebe es auch in Brasilien „Betrug“. Falls das Land nicht wieder die traditionelle Papierwahl einführe, stehe es vor einem „noch schlimmeren Problem als die Vereinigten Staaten“. (mü)

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