Böse, aber zutreffend: „Neue Zürcher Zeitung“ vergleicht Deutschland mit einem Entwicklungsland

Böse, aber zutreffend: „Neue Zürcher Zeitung“ vergleicht Deutschland mit einem Entwicklungsland

Zürich/Berlin. Wenn man die Wahrheit über Deutschland erfahren will, liest man besser ausländische Zeitungen (oder ZUERST!). Sie berichten in der Regel wahrheitsgetreuer, während deutsche Medien oft linkslastig und politisch korrekt sind.

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Jetzt hat die renommierte „Neue Zürcher Zeitung“, das Schweizer Leitmedium, Deutschland auf ihrer Titelseite mit einem Entwicklungsland verglichen. Unter der Überschrift „Deutschland setzt seinen Ruf aufs Spiel“ schreibt NZZ-Chefredakteur Eric Gujer: „Die Deutsche Bahn und die Bundeswehr haben viel gemeinsam. Beide sind in jämmerlichem Zustand. Beide sind Opfer einer postmodernen Politik, die Deutschland wie ein Entwicklungsland aussehen läßt.“

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Weiter schreibt der Schweizer Journalist: „Die Bundesrepublik war einmal ein Land, in dem die Züge pünktlich fuhren. Die Verwaltung war preußisch: manchmal obrigkeitsstaatlich, aber meistens effizient. Das war einmal.” Heutzutage hingegen begebe man sich auf einen „Hindernisparcours“, wenn man in Deutschland eine Zugreise antrete: „Solange der ICE nur eine Stunde Verspätung hat, kann man sich glücklich schätzen. Manche Anschlußzüge verwandeln sich in Geisterzüge. Sie werden angekündigt, treffen aber nie ein (…). Steht der Zug, schneeweiß und beinahe eine überirdische Erscheinung, dann doch irgendwann am Gleis, lautet die Ansage todsicher: ,Wegen einer Stellwerkstörung zwischen Basel Badischer Bahnhof und Freiburg kann es zu Verspätungen kommen.‘ Die Deutsche Bahn schätzt die Möglichkeitsform. So behalten ihre Passagiere einen Rest an Hoffnung.”

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Gujer kann nicht umhin, die Fahrt in einem deutschen Zug mit einer Bahnfahrt in Indien zu vergleichen: „Willkommen in der Dritten Welt, willkommen in Deutschland.“

Der NZZ-Chef beläßt es aber nicht bei ätzender Kritik, sondern spürt auch den Gründen für den beispiellosen Absturz Deutschlands nach. Dieser habe, diagnostiziert er, „sicher etwas damit zu tun, daß die so geschätzten wie gefürchteten deutschen Stärken Mitte der achtziger Jahre als Sekundärtugenden verhöhnt wurden, mit denen man ein KZ betreiben könne. Die Bundesrepublik fand damals zu sich selbst und befreite sich von vielen Traditionen – allerdings auch von manchen guten.“

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Die Folge: die Politik verlor die richtigen Prioritäten aus dem Blick – etwa die öffentliche Infrastruktur und die Verteidigungsfähigkeit. Und das über Jahrzehnte hinweg. Die aktuelle Entwicklung ist nur der konsequente Abschluß: Deutschland fährt mit Volldampf gegen die Wand. Kommt es jetzt nicht zur Kehrtwende, ist das Dritte-Welt-Niveau bald bittere Realität. (rk)

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