Blutbad in Uppsala: Droht ein neuer Bandenkrieg?
Uppsala. Am hellichten Tag fielen am letzten Dienstag in einem Friseurladen in Uppsala unweit der schwedischen Hauptstadt Stockholm zehn Schüsse. Drei junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren wurden kaltblütig mit Kopfschüssen exekutiert. Der mutmaßliche Täter: ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Die brutale Tat weckt schlimme Erinnerungen an den letzten schwedischen Bandenkrieg 2023, der das Land mit über 130 Bombenanschlägen (!) und Dutzenden Morden erschütterte.
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„Viele meinten, die Gewaltwelle sei gebrochen, doch da sollte man bescheiden bleiben. Sie kann jederzeit zurückkehren“, warnt Jale Poljarevius, Geheimdienstchef der Region Mittelschweden. Ministerpräsident Ulf Kristersson verurteilte den „extremen Gewaltakt, den keine anständige Gesellschaft dulden kann“. Oppositionsführerin Magdalena Andersson forderte: „Die tödliche Gewalt muß gestoppt werden.“ Und jeder weiß: es geht um importierte Gewalt.
Uppsala, das Epizentrum der Gewalt, steht erneut im Fokus. Zwei mächtige Bandenchefs, beide tief verwurzelt im Multikulti-Milieu und mittlerweile im Exil lebend, liefern sich hier seit Jahren einen blutigen Krieg. Eines der Opfer stand im Verdacht, einen Anschlag auf Verwandte des Gangsterbosses Ismail Abdo geplant zu haben. Die Angst vor Racheaktionen wächst.
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Trotz verschärfter Gesetze – darunter Ausweisungsbefugnisse für Polizisten und härtere Strafen – bleibt die Lage prekär. Auch die rechtskonservative Regierung unter Ulf Kristersson bekommt die ausufernde Ausländerkriminalität nicht in den Griff. 2022 starben 61 Menschen durch Schußwaffen. Hochgerechnet auf Deutschland wären das 500 Tote. Die Banden rekrutieren zunehmend Minderjährige. Schon 13jährige wurden mit Todeslisten erwischt.
Nach einer kurzen Ruhephase droht Schweden nun erneut der Absturz in die Gewaltspirale. Der schwarze September 2023 mit zwölf Toten und gesprengten Hausfassaden könnte sich wiederholen. (mü)
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