„Bloomberg“ prognostiziert: Deutschland droht die De-Industrialisierung
New York/Berlin. Noch eine Horrormeldung zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland: nach Einschätzung des US-Wirtschaftsnachrichtendienstes „Bloomberg“ droht Deutschland als Folge von Inflation und explodierenden Gaspreisen die De-Industrialisierung.
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Eine umfassende Energiekrise könnte den deutschen Industriesektor ernsthaft gefährden, da die Hersteller von Autoteilen, Chemikalien und Stahl mit Energiepreisen kämpfen, die fast jeden Tag neue Höchststände erreichen, berichtete „Bloomberg“ am Freitag.
„Die Energieinflation ist hier viel dramatischer als anderswo“, zitiert das Portal Ralf Stoffels, den Vorstandsvorsitzenden von BIW Isolierstoffe, einem Hersteller von Silikonteilen für die Automobil-, Luftfahrt- und Haushaltsgeräteindustrie. Stoffels befürchtet eine „allmähliche Deindustrialisierung der deutschen Wirtschaft“.
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„Die Preise stellen für viele energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, eine große Belastung dar“, zitiert „Bloomberg“ außerdem Matthias Ruch, den Sprecher des weltweit zweitgrößten Chemieproduzenten Evonik Industries.
Die Gaslieferungen aus Rußland, Deutschlands größtem Energielieferanten, sind in den letzten Monaten infolge technischer Probleme und der selbstgemachten Sanktionspolitik stetig zurückgegangen, die Preise explodiert. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. (mü)
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