„Bild“-Röpcke resigniert: Chancen der Ukraine gehen „gegen null“

„Bild“-Röpcke resigniert: Chancen der Ukraine gehen „gegen null“

Berlin/London. Selbst ein besonders penetranter Ukraine-Propagandist wie der „Experte“ Julian Röpcke von der „Bild“-Zeitung sieht die Felle Kiews jetzt zunehmend davonschwimmen. Am Samstag äußerte er sich ungewöhnlich pessimistisch - will sagen: realistisch - über den absehbaren Kriegsverlauf. Die Chance, daß Kiew die besetzten Gebiete in den nächsten Jahren wieder werde befreien könne, tendiere gegen null, twitterte er.

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Zwei Szenarien seien nun denkbar: entweder die Stabilisierung des aktuellen Frontverlaufs mit großem Aufwand oder weitere Gebietsverluste aufgrund russischer Offensivaktionen. Ein „Einfrieren“ des Konfliktes sei „Wunschdenken“, da sich Rußland nun „auf der Siegerstraße“ wisse. Es habe seine Ziele noch nicht erreicht und wolle, unterstellt Röpcke, die Ukraine „vollends vernichten“.

Zwar gebe es auch ein positives Szenario - wenn sich die „Qualität und die Quantität“ der westlichen Waffenlieferungen schlagartig ändere und die Mobilisierung von mindestens 300.000 Ukrainern innerhalb der nächsten zwölf Monate gelinge. Doch dies sei ebenfalls „Wunschdenken“.

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Immerhin liegt Röpcke, der noch bis vor wenigen Monaten eine militärische Niederlage Rußlands halluzinierte, im Trend. Auch andere europäische Beobachter, selbst im kriegsbesessenen Großbritannien, schrauben ihre Erwartungen jetzt deutlich herunter. So war im britischen „The Standard“ am Freitag zu lesen, Kremlchef Putin sei nur noch Wochen von einem „kriegsentscheidenden Durchbruch“ entfernt. Die ukrainischen Streitkräfte stünden, so die Einschätzung des Blattes, vor einer „vollständigen Niederlage“ bis zum Sommer. (mü)

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