Bevölkerungsaustausch im Südwesten: Ausländeranteil in Baden-Württemberg bei fast 19 Prozent
Im „Ländle“ ist absehbar, daß bald niemand mehr Schwäbisch versteht. Denn Baden-Württemberg zählt insgesamt 2,1 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit – also nicht nur mit „Migrationshintergrund“ – und damit so viele wie noch nie seit Bestehen des Landes. Die Gesamteinwohnerzahl Baden-Württembergs lag Ende November 2023 bei 11,34 Millionen, teilte das Statistische Landesamt jetzt mit. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung lag damit zuletzt bei stattlichen 18,5 Prozent.
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Den höchsten Ausländeranteil in den 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg hat mit 31,2 Prozent Pforzheim. Im übrigen „Ländle“ verteilt sich die ausländische Bevölkerung sehr ungleichmäßig. Es ist vor allem ein weiterhin ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle feststellbar, da es Ausländer bevorzugt in die größeren Städten zieht. Nach Pforzheim haben die Stadtkreise Heilbronn und Stuttgart (30,5 Prozent / 27,7 Prozent) den größten Ausländeranteil. Dagegen liegt dieser Anteil in den ländlich geprägten Kreisen Main-Tauber- sowie im Neckar-Odenwald-Kreis „nur“ bei 12,8 Prozent. Aber auch das bedeutet, daß bereits mehr als jeder Zehnte Ausländer ist.
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Türkische Staatsangehörige bilden im Südwesten weiterhin die größte ausländische Bevölkerungsgruppe (267 690). Mit deutlichem Abstand folgen Rumänen (182 240) und Italiener (178 595). Bereits an 4. Stelle rangieren Ukrainer. Deren Zahl ist innerhalb eines Jahres nochmals um knapp 17 000 auf 166 925 angestiegen, nachdem sie sich im Jahr zuvor sogar annähernd verneunfacht hatte. (rk)
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