Bevölkerungsaustausch auf Hochtouren: 540 Asylanten sollen in 1353-Seelen-Gemeinde

Bevölkerungsaustausch auf Hochtouren: 540 Asylanten sollen in 1353-Seelen-Gemeinde

Dabel. In der kleinen Gemeinde Dabel in Mecklenburg-Vorpommern macht sich Unruhe breit. Dort sollen in einer ehemaligen Kaserne schon bald bis zu 540 Migranten einziehen, die ersten bereits im kommenden Jahr. Dabel selbst hat nur 1353 Einwohner.

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Viele von ihnen sind empört, weil die Gemeinde von den Landesbehörden überrumpelt wurde. In den letzten Wochen gab es deshalb zahlreiche Proteste. Die Gemeindevertreter lehnen das geplante Vorhaben ab, weil sie das Objekt als Unterkunft für ungeeignet halten und baurechtliche Bedenken haben. Auch die Bürger machten ihrem Unmut Luft und demonstrierten wiederholt gegen das geplante Asylantenheim. Die Proteste werden jedoch weitgehend ignoriert oder durch Einschüchterung zum Schweigen gebracht. Auch Bürgerdialoge fanden statt, die von den Kritikern und der Gemeinde organisiert wurden.

Vom SPD-Landrat Stefan Sternberg ist inzwischen ein Video im Umlauf, in dem dieser einräumt, daß sich das Asylsystem jeder demokratischen Kontrolle entzogen habe. Seine Kreisverwaltung habe entschieden, daß die Einrichtung nach Dabel kommt. Die Verantwortung dafür weist er jedoch von sich. Wer an den Mißständen etwas ändern wolle, solle sich zur Bundestagswahl stellen und die Asylpolitik ändern, ließ der Landrat die Bürger wissen.

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Verschärft wird die Situation dadurch, daß die Proteste gegen die Asylbewerberunterkunft offenbar mit Gewalt zum Schweigen gebracht werden sollen. Die Organisatorin und Anmelderin der örtlichen Protestmärsche, Julia D., wurde wiederholt persönlich angegriffen – drei Autos wurden durch einen Brandanschlag zerstört, ihr Haus sowie ein Nachbarhaus, in dem sich Kinder aufhielten, wurde beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. „Das war eine Warnung“, glaubt auch Julia D. Bereits im März sei ein Plakat mit der Aufschrift „Asylstopp“ zerschnitten worden. (rk)

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