Bei Linken angeeckt: EVP-Weber unterstützt Rechte in Italien

Bei Linken angeeckt: EVP-Weber unterstützt Rechte in Italien

Brüssel/Rom. Der Vorsitzende der EU-Christdemokraten, der EVP, Manfred Weber, hat sich bei Gutmenschen und Linksliberalen in die Nesseln gesetzt: er besuchte am Mittwoch Rom, um den Wahlkampf der Forza Italia von Silvio Berlusconi für die Parlamentswahlen am 25. September zu unterstützen. Die Forza Italia hat sich mit Giorgia Meloni (Fratelli d´Italia) und Matteo Salvinis Lega zu einer Koalition zusammengeschlossen – das stößt manchen sauer auf.

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Zum Beispiel Laura Ferrara, Europaabgeordnete der Fünf-Sterne-Bewegung. Sie kritisierte, Weber habe mit seiner Unterstützung für eine „Orbán-gesteuerte“ Koalition in Italien die Identität und die Werte der europäischen Konservativen an die extreme Rechte „verkauft“. Weber müsse „allen Europäer:innen  erklären, warum die Partei von De Gasperi, Adenauer und Schuman, den Gründervätern der Europäischen Union, in Italien ihre Identität und ihre Werte an die extreme Rechte verkauft, die im Europäischen Parlament eindeutig euroskeptische Positionen vertritt“, sagte Ferrara.

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Die „von Orbán gesteuerte rechte Mitte ist eine Katastrophe für die künftige europäische Integrationspolitik, und die Verantwortung liegt eindeutig bei Weber, der diese politischen Entscheidungen gebilligt hat und sogar sein Gesicht dafür hergibt“, fügte sie hinzu.

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Weber rechtfertigte sich inzwischen und erklärte, das Programm der Koalition biete eine „klare Garantie“ für Europa. Er bemühte sich, den Unterschied zu Ungarn und Polen hervorzuheben, wo „nur rechtsextreme Parteien regieren“. Sein Besuch in Italien diene „dazu, unsere Verbündeten in der EVP zu unterstützen. Italien braucht Stabilität, und was wir von der Linken sehen, gibt uns keinerlei Anhaltspunkte in diese Richtung. Mitte-Rechts ist bereit, gemeinsam zu regieren.“ (mü)

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