Baerbock in den Augen Pekings: Will sie auch das Verhältnis zu China ruinieren?
Berlin/Peking. Bundesaußenministerin Baerbock (Grüne) hat nicht nur das Verhältnis zu Rußland in den letzten zweieinhalb Jahren gründlich ruiniert. Auch die traditionell eher problemlosen deutsch-chinesischen Bezhiehungen sind ihr ein Dorn im Auge.
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Im Reich der Mitte bleibt das Beobachtern nicht verborgen. So zieht das chinesische Newsportal China.org eine eher kritische Bilanz der jüngsten Baerbock-Reise in den Südpazifik („Baerbocks Pazifikreise: Strategischer Gegenzug zu Scholz' Chinabesuch?“). Es registriert eine Spaltung der deutschen Regierung. Baerbock habe bei ihrem Besuch im Südpazifik versucht, die positiven Effekte, die der Besuch von Bundeskanzler Scholz für die deutsch-chinesischen Beziehungen gebracht habe, zu durchkreuzen. Scholz habe sich auf den Bereich der wirtschaftlichen Kooperation konzentriert, heben die chinesische Analysten hervor. Dies sei als Schritt zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen wahrgenommen worden.
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Demgegenüber sei die Politik der Grünen stark ideologisch geprägt, hält das Portal fest. Die Partei räume der Durchsetzung von „Werten“ Vorrang vor einer zweckmäßigen Politik zum gegenseitigen Vorteil ein. Grünen-Vertreter wie Baerbock und Habeck handelten damit „antipodisch“ zum pragmatischen China-Kurs des Kanzlers. Baerbock ziele nachgerade darauf ab, die Bemühungen des Kanzlers um eine Normalisierung des deutsch-chinesischen Verhältnisses zu stören.
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Wirtschaftspolitisch setzt Baerbock auf eine Politik des „De-Risking“. Das Ziel dabei ist, Abhängigkeiten der deutschen Wirtschaft von chinesischen Herstellern zu minimieren. Aber: der Wille zur Abkopplung von China werde die Abhängigkeit Deutschlands von den USA erhöhen, prognostiziert China.org. Deutschland sei in einigen Bereichen in existenzbedrohender Weise von den USA abhängig, vor allem im Bereich der Digitalisierung und des Internets, mittlerweile auch im Energiesektor. Baerbock und Habeck gäben den USA die Möglichkeit an die Hand, die deutsche Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit zu zerstören, schreiben die chinesischen Analysten. (mü)
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