Auf dem Weg zum Dritte-Welt-Land: Deutsches Stromnetz instabiler und teurer als je zuvor
Berlin. Die deutsche Wirtschaftspolitik, für die maßgeblich Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) verantwortlich zeichnet, kann sich einen neuen Erfolg ans Revers heften: sie hat mittlerweile dazu geführt, daß Deutschland das instabilste Stromnetz aller Zeiten hat.
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Zu diesem Befund kommt der Energieexperte Stefan Spiegelsberger. Er weist in einem aktuellen Video darauf hin, daß die Anzahl der Eingriffe zur Stabilisierung des Stromnetzes 2023 bereits am 5. Juli mit 8.032 Maßnahmen die Zahlen des gesamten Vorjahres in den Schatten gestellt habe.
Und es wird offenbar immer schlimmer – was nicht überraschen kann, weil die Abschaltung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke im April die Situation nochmals verschärft hat. Zu Jahresbeginn lag die Zahl der Eingriffe laut Spiegelsberger noch unter der des Vorjahres. Nach der AKW-Abschaltung am 16. April sei nicht nur die Anzahl der Eingriffe deutlich gestiegen, auch die Menge des im Zuge der Maßnahmen weniger bzw. zusätzlich reduzierten Stroms habe sich um 51 (beim negativen) und 225 Prozent (beim positiven Redispatch) erhöht. Das Fazit des Experten: „Gratulation an alle, die das möglich gemacht haben! Super gemacht, Freunde. Instabiler geht kaum noch.“
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Dabei ist das deutsche Stromnetz inzwischen nicht nur denkbar instabil, sondern auch maßlos teuer. Denn die zahlreichen Eingriffe kosten viel Geld. Wie aus dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur hervorgeht, mußte die deutsche Stromwirtschaft 2022 4,2 Milliarden Euro aufwenden, um Netzengpässen entgegenzuwirken. Im Jahr 2021 hatte die Stabilisierung des Netzes noch 2,3 Milliarden Euro gekostet.
Teuer ist auch der sogenannte „Redispatch“, der 2022 für konventionelle Anlagen mit 1,9 Milliarden Euro zu Buche schlug. Dabei greifen die Netzbetreiber bei Unregelmäßigkeiten im Netz regulierend ein, indem sie Kraftwerksbetreiber je nach Lage zur Steigerung oder Absenkung ihrer Stromerzeugung veranlassen. Die Betreiber müssen für diese Eingriffe entschädigt werden. Die Kosten dafür verdreifachten sich 2022 gegenüber 2021. 2011 – im Jahr der von Ex-Kanzlerin Merkel verfügten „Energiewende“ – hatten sie noch bei vergleichsweise bescheidenen 42 Millionen Euro gelegen. (se)
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