Auch Sarrazins Frau tritt aus der SPD aus: „Die einstige Volkspartei mutiert zur Sekte“
Berlin. Aus Protest gegen den „absurden Ausschluß“ ihres Mannes hat jetzt auch die Ehefrau des früheren Berliner Finanzsenators und Bestsellerautors Thilo Sarrazin, Ursula Sarrazin, ihr SPD-Parteibuch zurückgegeben. Ihre Begründung läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Jetzt weiß jeder, daß man in der SPD die brennenden Probleme der Gegenwart, Migration und Islam, nicht mehr offen diskutieren darf.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Am zurückliegenden Ausschlußverfahren kritisiert Frau Sarrazin, daß die Ausschluß-Befürworter „an Wissen und Argumenten nichts zu bieten“ gehabt hätten. Und: „Die Lösungsvorschläge meines Mannes sind tabu. Die einstige Volkspartei SPD mutiert zur Sekte.“
Angesichts ihres fortschreitenden Realitätsverlustes, warnt Frau Sarrazin, werde die SPD mittlerweile nachgerade zu einer Gefahr: „In der SPD wird nur noch zu hören sein, daß Migration grundsätzlich gut ist, da sie ja so vielfältig ist, daß der Islam harmlos und gut integrierbar sei (...). Das führt zur Verkennung der tatsächlichen problematischen Gegebenheiten, zu Illusionen und zu Ideologien, die letztlich allen und allem übergestülpt werden. Wer so regiert und Macht ausübt, richtet großen Schaden an. Wozu das schon mehrmals in der Geschichte geführt hat, ist hinlänglich bekannt.“
Auch Thilo Sarrazin selbst, weit davon entfernt, von seinen inhaltlichen Positionen abzurücken, attestiert seiner langjährigen Partei, daß sie sich inzwischen völlig vom „Problembewußtsein“ der Bevölkerung entfernt habe: „Der Versuch, mich wegen des Buches ‚Feindliche Übernahme‘ aus der SPD auszuschließen, zeigt, daß es um Gesinnung geht, aber nicht um Wahrheit“, kommentierte Sarrazin das gegen ihn angestrengte Ausschlußverfahren. (se)
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