Athen dementiert Horrorgeschichten über „Flüchtlings“lager: Keine Babys von Ratten gebissen
Athen. Seit Monaten verbreiten Linke und Medien wahre Horrorgeschichten über die „Flüchtlings“lager auf den griechischen Inseln. Dieser Tage wurde es besonders drall: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) prangerte in der „Passauer Neuen Presse“ die katastrophalen Bedingungen für die Migranten auf Lesbos an und empörte sich: „Das neue Lager Kara Tepe ist offensichtlich nicht besser – im Gegenteil: Ärzte ohne Grenzen mußte jetzt eine Tetanus-Impfaktion starten, weil Babys in nassen Zelten von Ratten gebissen werden.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Doch der Empörung hätte es nicht bedurft – der griechische Migrationsminister Mitarakis nennt die Horrorgeschichte frei erfunden. Auch eine deutsche Ärztin auf Lesbos konnte der Presseagentur dpa gegenüber solche Vorfälle nicht bestätigen.
Aus dem Migrationsministerium in Athen heißt es, die Organisation Ärzte ohne Grenzen sei gar nicht im Lager selbst aktiv, sondern arbeite außerhalb. Es sei nicht das erste Mal, daß Medien die Realität verzerrten und sich damit absichtlich oder auch unabsichtlich an einer Kampagne gegen Griechenland beteiligten.
Es sei vielmehr bekannt, daß das provisorische Zeltlager nach dem Brand von Moria im September unter schwierigen Bedingungen innerhalb nur weniger Tage aufgebaut wurde. Vom ersten Tag an und auch weiterhin werde daran gearbeitet, die Situation zu verbessern, hieß es. (mü)
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