Asylanten raus (aus Europa): Auch Großbritannien will Offshore-Einrichtungen in Afrika

London. Auch in Großbritannien wächst die Zustimmung zu einem Modell der Asylpolitik, für das sich in letzter Zeit unter anderem Dänemark und Österreich ausgesprochen haben und das in Australien schon seit Jahren praktiziert wird: Asylanten sollen demnach in „Offshore“-Einrichtungen untergebracht werden, also außerhalb der Landesgrenzen, wo sie die Bearbeitung ihrer Asylanträge abwarten sollen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Mehrere britische Medien berichteten nun, daß die britische Innenministerin Priti Patel nächste Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen will. Die Offshore-Einrichtungen könnten demnach zum Beispiel in Afrika liegen.

Großbritannien wird in Europa nach Dänemark das zweite Land sein, das ein derartiges Gesetz verabschiedet. Das skandinavische Land, das eines der strengsten Einwanderungssysteme in Europa hat, befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Ruanda als möglichem Gastland für das künftige Asyl-Bearbeitungszentrum in Afrika. Außerdem ist die britische Innenministerin Berichten zufolge in Gesprächen mit Dänemark, um in diesem Punkt mit Kopenhagen zusammenzuarbeiten. (mü)

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