Asyl in England wird künftig schwer: Der Weg nach Großbritannien führt über Ruanda

London. Großbritannien macht mit der Verschärfung seiner Asylgesetzgebung ernst und hat jetzt eine drastische Änderung angekündigt: Asylanten, die nach Großbritannien wollen, müssen künftig in Ruanda (!) auf die Genehmigung ihres Asylantrags warten. Die britische Innenministerin Priti Patel hat am Donnerstag ein diesbezügliches Abkommen mit Ruanda unterzeichnet.

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Konkret sollen männliche Migranten nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich künftig in das ostafrikanische Land geflogen werden und dort auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten. Für ein Testprojekt stellt London 120 Millionen Pfund (rund 145 Millionen Euro) zur Verfügung. Wer hingegen in Großbritannien auf eine Entscheidung warten kann, soll künftig in streng kontrollierten Auffanglagern untergebracht werden.

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Darüber hinaus soll die britische Marine mehrere neue Patrouillenboote erhalten, um besser gegen Menschenschmuggler im Ärmelkanal vorgehen zu können.

Vergangenes Jahr gelangten mehr als 28.000 Illegale auf dem Seeweg von Europa auf die britische Insel. Obwohl Johnson und Innenministerin Patel versprochen hatten, die Zuwanderung mit dem Brexit erheblich zu beschränken, erreichen nach wie vor Tausende Menschen mit kleinen Booten von Frankreich aus die britische Insel.

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Das Vorhaben wurde zunächst für fünf Jahre beschlossen. Ruanda muß jedem Flüchtling, den Großbritannien nach Afrika schickt, zustimmen. (mü)

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