Asyl-Ansturm: Libysche Küstenwache erschießt drei Sudanesen an europäischer Außengrenze
Tripolis. Die libysche Küstenwache ist aktiv in den Schutz der europäischen Außengrenzen involviert. Libysche Sicherheitskräfte hätten auf eine Gruppe von Sudanesen geschossen, als diese versuchten, unerlaubt von der Anlegestelle zu flüchten, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) dazu. Das UN-Flüchtlingshilfswerk forderte „eine dringende Untersuchung“ des Vorfalls. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Der Vorfall ereignete sich in Al-Chums, einer Hafenstadt etwa hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Tripolis. Die Schüsse seien gefallen, „nachdem mehr als 70 Menschen von einem Schiff gegangen waren“, erklärte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Zwei der drei Sudanesen seien vor Ort gestorben, ein dritter auf dem Weg ins Krankenhaus. Zwei weitere wurden verletzt. Die übrigen an Land gebrachten Menschen seien in Gewahrsam genommen worden.
Die IOM fordert die Europäische Union und die „internationale Gemeinschaft“ nun prompt auf, „gefährdete Menschen“ nicht mehr zurück nach Libyen zu schicken. (mü)
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