Angriffsziel Deutschland: USA wollen weitreichende Waffen in der Bundesrepublik stationieren
Washington. Die USA treffen weitere Kriegsvorbereitungen – und machen Deutschland damit noch mehr als bisher zum potentiellen Angriffsziel in einem militärischen Konflikt: erstmals seit dem Kalten Krieg will Washington nun wieder Waffensysteme auf deutschem Boden stationieren, die bis nach Rußland reichen. Konkret handelt es sich um Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ mit deutlich mehr als 2000 Kilometern Reichweite, Flugabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen. Das gaben das Weiße Haus und die Bundesregierung am Rande des NATO-Gipfels in Washington bekannt.
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Die genannten Systeme hätten eine „deutlich weitere Reichweite als gegenwärtige landgestützte Systeme in Europa“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Sie sollen zunächst zeitweise in Deutschland stationiert werden, später permanent.
Allerdings hängt alles vom Ausgang der US-Wahl im November ab. Falls aus ihr Donald Trump als Sieger hervorgehen könnte, könnten die jetzt angekündigten Stationierungen Makulatur sein – Trump hatte während seiner letzten Amtszeit angekündigt, die amerikanische Militärpräsenz in Deutschland zu reduzieren und nicht zu verstärken. Zeitweise hatte er sogar mit einem Austritt der USA aus der NATO gedroht.
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Die amerikanischen Stationierungsabsichten haben aber auch noch eine andere Schwachstelle: die angekündigten Hyperschallwaffen haben die US-Streitkräfte noch nicht in ihren Arsenalen. Zwar verfügen Rußland, China und möglicherweise auch Nordkorea über solche Waffensysteme, in den USA ist die Entwicklung aber bislang nicht über die Testphase hinausgelangt. Von einsatzfähigen Hyperschallraketen ist das Pentagon noch Jahre entfernt. (mü)
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