Ami goes home: Trump zieht mehr US-Soldaten aus Deutschland ab als angekündigt
Washington/Stuttgart. Neues vom US-Truppenabzug aus Deutschland – dieser fällt nun offenbar umfangreicher aus als bisher angekündigt. Nach den jetzt in Washington präsentierten Plänen soll die Zahl der in Deutschland stationierten US-Soldaten um fast 12.000 verringert werden. Rund 6400 Soldaten sollen in die USA zurückgeholt, weitere 5400 in andere europäische Länder verlegt werden, erklärte US-Verteidigungsminister Esper. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Bisher hatte die US-Regierung von einem Abzug von rund 10.000 der etwa 36.000 US-Soldaten in Deutschland gesprochen. Laut Esper sollen die Verlegungen „so schnell wie möglich“ erfolgen. Mit den amerikanischen Soldaten soll auch das regionale Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte (EUCOM) von Stuttgart ins belgische Mons übersiedeln.
Bei deutschen Politikern überwiegt Kritik und Enttäuschung am amerikanischen Teilabzug. So erklärte der rheinland-pfälzische SPD-Innenminister Lewentz, die amerikanische Entscheidung sei „grundsätzlich falsch“. Auch der grüne Stuttgarter Oberbürgermeister Kuhn zeigte sich enttäuscht und sprach von „einer Strafaktion gegen einen Verbündeten“. Daß Stuttgart, das bisher das US-Hauptquartier in Europa beherbergt, mit dem Abzug der Amerikaner künftig nicht mehr automatisch Zielscheibe gegnerischer Raketenangriffe in einem militärischen Ernstfall ist, ist offenbar kein Argument für das grüne Stadtoberhaupt. (mü)
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