„Ami go home!“: Europaweit formiert sich der Widerstand gegen NATO und USA

„Ami go home!“: Europaweit formiert sich der Widerstand gegen NATO und USA

Leipzig/Paris/Prag. Im Windschatten der aktuellen Ereignisse formiert sich allmählich der europaweite Widerstand gegen die Zumutungen der US-Politik in Europa. In der Messestadt Leipzig hat am ersten Adventssonntag eine Demonstration unter dem Motto „Ami go home!" stattgefunden, an der mehrere tausend Menschen teilnahmen. Die Kundgebung bildete den Auftakt für eine Reihe weiterer Demonstrationen in ganz Deutschland. Ihren Höhepunkt soll die Kampagne im Februar mit einer Protestveranstaltung vor der US-Basis Ramstein finden.

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In Leipzig traten unter anderem der frühere AfD-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, und der Erzgebirgs-Kreisrat Stefan Hartung („Freie Sachsen“) ans Mikrophon und erinnerten an den Besatzungsstatus der Bundesrepublik Deutschland. „Völkermordzentralen“ der US-Streitkräfte wie in Ramstein und Grafenwöhr seien nicht länger hinnehmbar. Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) wurde wegen seiner Unterstützung des Ukraine-Krieges und der Duldung des US-Logistikzentrums auf dem Leipziger Flughafen kritisiert. Als Kampagnen-Unterstützer wurden die LINKE-Bundestagsabgeordnete Sarah Wagenknecht und ihr Mann Okar Lafontaine genannt. Dieser hatte erst kürzlich seiner aktuellen Buch-Neuerscheinung den programmatischen Titel „Ami, it´s time to go“ gegeben.

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Schon eine Woche zuvor hatten sich auch in Paris mehrere tausend Menschen an einem Protestmarsch gegen NATO und EU beteiligt, der von der Partei „Les Patriotes“ organisiert wurde. Parteichef Florian Philippot twitterte Fotos, auf denen Transparente mit der Forderung zu sehen sind: „Verlassen wir die NATO schnell!“ Während des Zuges wurde unter anderem skandiert: „Der Widerstand ist da! Wir wollen Frieden!“

Auch die tschechische Hauptstadt Prag, die im September erst eine Großkundgebung mit Zehntausenden Teilnehmern erlebt hatte, stand am gleichen Wochenende wieder im Mittelpunkt lautstarker Proteste. Unter dem Motto „Tschechien zuerst!“ demonstrierten Anhänger linker und rechter Gruppierungen gemeinsam gegen die pro-ukrainische Politik der tschechischen Regierung und die aktuellen Preiserhöhungen. (rk)

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