Altkanzler Schröder bleibt auf Linie: „Ich mache jetzt nicht auf Mea Culpa“
New York/Hannover. In einem Interview mit der „New York Times“ sprach sich Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder jetzt mit Nachdruck gegen ein deutsches Energie-Embargo gegen Rußland aus. Schröder wörtlich. „Wir brauchen Öl und Gas, um unseren Haushalt zu bezahlen. Und wir brauchen Öl und Gas, um zu heizen und die Wirtschaft am Laufen zu halten.“ Die deutsche Industrie brauche die russischen Rohstoffe. „Das sind nicht nur Öl und Gas, das sind auch seltene Erden. Und das sind Rohstoffe, die man nicht einfach ersetzen kann“, sagte Schröder.
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Im übrigen könne man ein Land wie Rußland „nicht auf Dauer isolieren, weder politisch noch wirtschaftlich“. Man werde vielmehr nach dem Krieg wieder mit Rußland verhandeln müssen. „Was wir jetzt tun müssen, ist, so schnell wie möglich Frieden zu schaffen. Ich habe immer den deutschen Interessen gedient“, fügte er hinzu. „Ich tue, was ich tun kann. Wenigstens eine Seite vertraut mir.“
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Schröder bot sich in jüngster Zeit als Vermittler im Ukraine-Krieg an und traf sich persönlich mit Kremlchef Putin und russischen Unterhändlern bei den Verhandlungen mit der Ukraine. Das Interview, das er der „New York Times“ gab, war seine erste öffentliche Wortergreifung seit längerer Zeit. Der Alt-Kanzler läßt darin keinerlei Zweifel an seinen bisher vertretenen Positionen erkennen und weist auch jede Forderung nach einem Rückzieher von sich: „Ich mache jetzt nicht einen auf Mea Culpa“, „das ist nicht mein Ding“, äußerte er wörtlich. Der „Spiegel“ suggeriert unterdessen, das „Echo auf diesen Text verheerend“. (mü)
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