Altes Gerät, fehlende Ersatzteile, aber: Die Bundeswehr braucht ein Weltraumkommando

Berlin/Uedem. Die Bundeswehr klagt über veraltete Ausrüstung, zu wenig einsatzfähiges Gerät und fehlenden Soldatennachwuchs – aber nun will sie hoch hinaus: in den Weltraum. Am Dienstag wurde im nordrhein-westfälischen Uedem das „Weltraumkommando“ der Bundeswehr eröffnet. Es soll für den Schutz und die Überwachung von Satelliten, die militärische Aufklärung sowie die Beobachtung von gefährlichem Weltraumschrott zuständig sein. Das Kommando hat seinen Platz am Standort des Zentrums Luftoperationen (ZLO). Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das ZLO in Kalkar faßt bereits verschiedene Fachzentren, darunter die Operationszentrale der Luftwaffe mit dem Nationalen Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum, das Zentrum Weltraumoperationen sowie das Air lntelligence Centre der Luftwaffe, zusammen. Diese Einrichtungen werden von der Luftwaffe zu einem „Air and Space Operations Centre“ (als zentralem Führungsgefechtsstand) zusammengeführt.

Deutschland sei, wie andere moderne Gesellschaften auch, in vielerlei Hinsicht von der Nutzung des Weltraums abhängig, lautet die offizielle Begründung der Bundeswehr für ihre himmelstürmenden Ambitionen. Die modernen Weltraumsysteme zählten zur sogenannten kritischen Infrastruktur und müßten in besonderer Weise geschützt werden. Fachleute und Bundeswehrkenner fragen sich allerdings, ob diese Aufgabe bei der Bundeswehr mit ihren vielen Baustellen in den richtigen Händen ist. (rk)

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