Alle russischen Wurzeln werden gekappt: Ukraine verwestlicht Weihnachtsfest

Alle russischen Wurzeln werden gekappt: Ukraine verwestlicht Weihnachtsfest

Kiew. In der Ukraine wird die Ent-Russifizierung mit Hochdruck weiter vorangetrieben. Jetzt hat das Kiewer Parlament mit überwältigender Mehrheit beschlossen, das orthodoxe Weihnachtsfest, das bisher am 7. Januar gefeiert wurde, auf den 25. Dezember zu verlegen. Präsident Selenskyj hatte das Gesetz höchstpersönlich eingereicht, um sich von der „russischen Tradition“ abzugrenzen.

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Ebenso um 13 Tage vorverlegt werden nun der anläßlich der Christianisierung begangene Tag der ukrainischen Staatlichkeit und der Tag der Verteidiger der Ukraine. Diese waren bisher nach dem alten – orthodoxen – Kirchenkalender auf den 28. Juli und den 14. Oktober gefallen.

Seit dem prowestlichen Umsturz 2014 und der anschließenden Angliederung der Krim durch Moskau versucht die Ukraine alle Verbindungen zur sowjetischen und russischen Vergangenheit zu kappen, was in den letzten Jahren immer wieder zu geschichtspolitischen Bereinigungen geführt hat. Im Frühjahr 2022 hatte auf Druck der Kiewer Regierung auch die ukrainisch-orthodoxe Kirche beschlossen, sich vom Moskauer Patriarchat unabhängig zu erklären, dem sie seit dem Jahr 1686 unterstand. (mü)

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