Aktuelle Umfragen: Dramatischer Stimmungsumschwung in Sachen Corona-Maßnahmen

Erfurt. In Deutschland kippt die Stimmung, was die Corona-Dauereinschränkungen angeht. Zwei aktuellen Umfragen zufolge sehen sich inzwischen durch die Lockdown-Maßnahmen stattliche 41 Prozent der Menschen in Deutschland „physisch und/oder psychisch an  Grenze“ gebracht. Die Umfragen beim Meinungsforschungsinstitut INSA hat der unabhängige Journalist Boris Reitschuster in Auftrag gegeben. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Acht weitere Prozent der Befragten wußten nicht, was sie antworten sollten. „Das klingt nicht so, als ginge es ihnen besonders gut“, interpretiert Reitschuster, der lange Jahre für das Magazin „Focus“ tätig war, diesen Befund.

Damit stehen etwa die Hälfte von deutschlandweit über 2.000 Befragten an oder kurz vor ihrer persönlichen Belastungsgrenze. Ein Trend, der sich auch in der Zufriedenheit mit der aktuellen Corona-Politik widerspiegelt. Erstmals seit Beginn der Pandemie im März 2020 überwiegt die Unzufriedenheit. Sie lag Ende Januar bei 45 Prozent, die in der Umfrage angeben, sie seien „mit dem „Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung (...) im Großen und Ganzen“ „nicht zufrieden“. Neun Prozent wissen es nicht.

Für bemerkenswert hält Reitschuster „insbesondere die Dynamik, mit der die Unzufriedenheit wächst“. Dies könne zu unvorhersehbaren Entwicklungen führen, die „nicht nur für die Verantwortlichen, sondern auch für die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt“ sehr gefährlich werden könnten. (tw)

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