AfD-Vorsitzender Jörg Meuthen schmeißt das Handtuch: Rücktritt vom Parteivorsitz und Austritt aus der AfD
Berlin. Jörg Meuthen, einer der beiden AfD-Bundessprecher, legt nach sechseinhalb Jahren im Amt den Parteivorsitz nieder und tritt aus der Partei aus. Als Grund nennt Meuthen eine vorgebliche Radikalisierung der Partei, in der er "totalitäre Anklänge" ausmache. Und überhaupt schlage ihm das Herz der Partei zu "weit rechts, und es schlägt eigentlich permanent hochfrequent". Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Weiter sprach er in einer öffentlichen Stellungnahme von einer Niederlage seines gemäßigt-konservativen Kurses im intern geführten Machtkampf mit dem rechtsnationalen Flügel der Partei. Seit Jahren verlor Meuthen an Rückhalt für seinen Versuch, die AfD als Partei der bürgerlichen Mitte auszurichten.
Ob dies jedoch der einzige Grund für das Aufgeben Meuthens ist, scheint fraglich. "So könnte Meuthens Austritt an diesem Freitag neben vielen Gründen auch einen pragmatischen Anlaß haben. Tags zuvor hatte der Rechtsausschuß des Europäischen Parlaments dafür votiert, dem Abgeordneten Meuthen die Immunität zu entziehen. Die Staatsanwaltschaft Berlin will ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf illegale Parteispenden einleiten. Das letzte Wort liegt Mitte Februar beim EU-Parlament", weiß die "Neue Zürcher Zeitung" zu berichten. (se)
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