AfD sieht sich von der Katholischen Kirche diskriminiert: „Marionetten der Altparteien“
Augsburg. Die katholische Kirche glaubt ihren und anderen Gläubigen neuerdings ihre politischen Präferenzen vorschreiben zu müssen. Die Bischofskonferenz verabschiedete dazu vor wenigen Wochen auf ihrer Frühjahrstagung in Augsburg ein Papier, worin sie sich von der AfD distanziert und sich mit den Protesten gegen „Rechts“ solidarisiert. „Wer aus demokratischem, freiheitlichem und menschenfreundlichem Geist heraus seinen Widerstand gegen die Machenschaften der Rechtsextremisten bekundet, verdient unser aller Unterstützung und Respekt“, heißt es dort unter der Überschrift „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“.
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Über Widerspruch vonseiten der AfD dürfen sich die Kirchenfunktionäre deshalb nicht wundern. Er kam am Aschermittwoch vom Spitzenkandidaten der Partei zur Europawahl, Maximilian Krah. Dieser erklärte, daß er sich von „Pfaffen“ nichts vorschreiben lasse. Er wolle sich seinen Glauben auch nicht von „einem fetten Bischof Marx“ wegnehmen lassen.
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Auch der bayerische AfD-Landeschef Stephan Protschka, der selbst noch Kirchenmitglied ist, steht der katholischen Amtskirche kritisch gegenüber. Medien vertraute er an, daß er auch weiterhin keine Kirchensteuer zahlen werde, „solange die katholische Kirche nicht in der Lage ist, ihre Sexskandale, ihre Kinderficker aufzudecken“. Beim politischen Aschermittwoch warf er der Kirche – sachlich völlig richtig – zudem vor, die AfD politisch auszugrenzen. Die Kirche lasse sich instrumentalisieren, und die Bischöfe seien „politische Marionetten der Altparteien“. (rk)
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