Abwehr unmöglich: Hat jetzt auch Nordkorea Hyperschallwaffen?
Pjöngjang. Schlechte Nachrichten für die westlichen Streitkräfte: nach Rußland und China ist jetzt offenbar auch Nordkorea im Besitz von Hyperschallwaffen. Die Regierung in Pjöngjang gab dieser Tage den erfolgreichen Test eines Hyperschallgleiters bekannt, der mit zwölffacher Schallgeschwindigkeit 1500 Kilometer weit geflogen sein soll.
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Das Dilemma für den Westen besteht darin, daß keines der gängigen Flugabwehrsysteme in der Lage ist, anfliegende Hyperschallwaffen abzufangen. Durch die flache Flugbahn sind Hyperschallgleiter für gegnerische Radare erst spät zu orten. Zugleich fliegen sie mit mindestens fünffacher Schallgeschwindigkeit – schneller als eine Gewehrkugel. Der russische „Avangard“-Gleiter soll sogar 24-fache Schallgeschwindigkeit erreicht haben. Das macht die Zeit, in der ein Radar die Projektile orten und Abwehrraketen verschießen kann, extrem kurz.
Zwar haben die US-Rüstungskonzerne Raytheon und Lockheed Martin mit THAAD ein Luftverteidigungssystem im Programm, das Hyperschallgleiter aufspüren, aber kaum bekämpfen kann. Außerdem ist dieses System extrem teuer. Auch Deutschland hat sich deshalb 2023 aus Kostengründen dagegen und für die günstigere israelische Alternative „Arrow 3“ entscheiden.
Fachleute bezweifeln, daß Nordkorea in der Lage ist, eine Hyperschallwaffe komplett in Eigenregie zu entwickeln. Vermutet wird deshalb, daß Nordkorea seit vielen Jahren von Rußland Hilfe bei der Entwicklung erhält. Was nichts daran ändert, daß westliche Streitkräfte nach wie vor nicht über einsatzfähige Hyperschallwaffen verfügen. (mü)
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