80 Jahre und kein bißchen weise: Todenhöfer will mit neuer Partei zur Bundestagswahl antreten
Berlin. Der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer will zur nächsten Bundestagswahl mit einer eigenen Partei antreten. Er trat jetzt öffentlichkeitswirksam aus der CDU aus und stellte im Rahmen einer Kundgebung am Brandenburger Tor sein „Team Todenhöfer“ (in Anlehnung an das österreichische „Team Kurz“) der Öffentlichkeit vor. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Laut Todenhöfer soll die Neugründung eine „zutiefst humanistische Partei“ werden, „mit Mut zu Dingen, die sich andere Parteien nicht trauen“. Man trete ein für „Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Unabhängigkeit“ und rufe zur „Revolution des gesunden Menschenverstandes“ auf. In seiner Rede am Brandenburger Tor erklärte Todenhöfer, es würden Politiker gebraucht, „denen es wieder um die Menschen geht und nicht um die eigene Karriere“.
„Wir fordern Respekt vor anderen Kulturen“, sagte Todenhöfer. Dabei solle nicht auf die Hautfarbe, sondern auf den Charakter des Menschen geschaut werden. Weitere eher blumig formulierte Forderungen und Positionierungen finden sich im Internet auf JuergenTodenhoefer.de.
Konkreter wird der ehemalige Bundeswehroffizier und Buchautor bei anderen Themen: er spricht sich für Steuererleichterungen und eine radikale Entbürokratisierung aus. „Ein Drittel der deutschen Verwaltung ist verzichtbar. Deutschland ist überbürokratisiert“, erklärte der Partei-Neugründer in Berlin, der sowohl die FDP als auch die AfD „überflüssig“ findet.
Todenhöfer ist inzwischen 80 Jahre alt, hält sich aber für eine zweite Politiker-Karriere für ausreichend fit: „Ich spiele jede Woche Fußball, steige auf die höchsten Berge Südtirols und bin immer noch sechs Jahre jünger als Kanzler Konrad Adenauer zum Ende seiner Amtszeit“, sagte er. (rk)
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