80 Jahre Stalingrad: Putin kritisiert neuerliche Bedrohung durch deutsche Panzer
Wolgograd. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine kam das offizielle Gedenken an den sowjetischen Sieg in der Schlacht um Stalingrad heuer nicht ohne zahlreiche Bezüge auf das aktuelle Geschehen aus: nach Jahrzehnten der Aussöhnung und guter Beziehungen sieht sich Rußland plötzlich wieder von Deutschland bedroht. Mit der offiziellen Ankündigung von Panzerlieferungen an die Ukraine trägt Deutschland dazu selbst bei.
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Am Rande der Gedenkfeierlichkeiten warf Kremlchef Putin Deutschland vor, sich erneut in einen Krieg mit Rußland hineinziehen zu lassen. „Es ist unfaßbar, aber eine Tatsache: wir werden erneut mit dem deutschen Panzer ‚Leopard‘ bedroht“, sagte Putin bei einem Festakt im heutigen Wolgograd, das im Zweiten Weltkrieg Stalingrad hieß.
Putin betonte, daß man sich gegen den Westen wehren werde. „Und mit der Anwendung von Panzertechnik ist die Sache nicht erledigt. Das sollte jeder verstehen“, sagte er.
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Putin äußerte sich erstmals seit der Entscheidung der Bundesregierung, Panzer an die Ukraine zu liefern, öffentlich. Dabei warf er dem „kollektiven Westen“ eine anti-russische Politik wie unter Hitler vor. „Jetzt sehen wir leider die Ideologie des Nazismus in einem modernen Antlitz, in seiner modernen Ausprägung schafft er erneut eine Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes“, sagte Putin.
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Anläßlich des Jubiläums wurden in Wolgograd teils Ortsschilder ausgetauscht und die Stadt vorübergehend in Stalingrad zurückbenannt. Zur Erinnerung an Sowjetdiktator Josef Stalin (1879-1953), der das Land im Zweiten Weltkrieg zum Sieg geführt hatte, wurde auch eine Stalin-Büste enthüllt. (mü)
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