77 Jahre nach dem Krieg: Deutschland verdunkelt wieder - Energiesparverordnung tritt in Kraft
Berlin. In Deutschland nimmt in wenigen Tagen eine dystopische Zukunft erste Konturen an: mit dem Inkrafttreten der Energiesparverordnung zum 1. September dürfen Schaufenster dann nachts nicht mehr beleuchtet werden.
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Weder Frauen noch der Einzelhandel sind davon begeistert. Der Einzelhandel warnt vor dem kompletten Abschalten aller Ladenbeleuchtungen in den Innenstädten und argumentiert mit Sicherheitsaspekten: „Mit der Schaufensterbeleuchtung sorgen wir auch für Sicherheit und soziale Verantwortung in den Städten, vor allen Dingen in den weniger frequentierten Zeitfenstern in der Nacht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
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Das Energiesparen dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Der Handel spare heute schon bewußt Energie ein, sagte Genth.
Der HDE hatte am Montag angekündigt, der Handel werde die Beleuchtung reduzieren, und Türen sollten nicht dauerhaft offenstehen. Damit nicht bei geschlossenen Ladentüren weniger Kundinnen und Kunden ins Geschäft kämen, wolle der Einzelhandel ihnen mit Plakaten zeigen: „Türen zu, Geschäft offen“. Händler können die Plakate herunterladen und selbst ausdrucken.
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Die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung soll am 1. September – zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges – in Kraft treten. Laut Entwurf der Verordnung ist dem Einzelhandel dann vorgeschrieben, Türen und Fenster nicht dauerhaft offenstehen zu lassen. Schaufenster dürfen demnach von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens nicht beleuchtet werden. (rk)
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