14.000 protestieren gegen Habecks „Heizwende“: Söder darf reden – die AfD nicht
Erding. Durchwachsene Bilanz der Anti-Heizgesetz-Demonstration in Erding bei München, zu der unter anderem die Kabarettistin Monika Gruber aufgerufen hatte. Rein zahlenmäßig geriet die Veranstaltung am Samstag mit rund 14.000 Teilnehmern fraglos zum Erfolg – im Vorfeld war „nur“ mit 8 bis 10.000 Teilnehmern gerechnet worden.
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Die Demonstranten zeigten unter anderem Banner mit der Aufschrift „Oh Herr, sei uns gnädig und schenke uns eine Regierung mit Verstand“ und „Die Wirtschaft wird ruiniert, wenn Habeck weiter mitregiert.“ So sah es auch Mitveranstalterin Monika Gruber, die Bundeswirtschaftsminister Habeck und den Grünen „mutwillige Zerstörung“ vorwarf. „Ich habe in fünfzig Jahren noch nie eine so bürgerfeindliche, leistungsfeindliche und wirtschaftsfeindliche Regierung gesehen“, erklärte sie am Mikrophon.
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Außer Gruber ergriffen unter anderem der Anmelder der Demonstration, der Erdinger Optikermeister Franz Widmann, der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) – und CSU-Ministerpräsident Söder das Wort (letzterer mußte sich freilich viele Buh- und Zwischenrufe anhören und war deshalb – entgegen der Berichterstattung der Nachrichtenagentur dpa – kaum zu verstehen).
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Aber: nicht reden durfte hingegen die AfD, aktuellen Umfrage zufolge derzeit immerhin mit rund 20 Prozent zweitstärkste Partei - bundesweit. Die Veranstalter ebenso wie Söder hielten es für geboten, sich demonstrativ von der AfD zu distanzieren, die daraufhin unweit des Erdinger Festplatzes eine eigene Kundgebung abhielt. Widmann erklärte: „Monika und ich, wir haben mit dieser Partei nichts gemeinsam. Wir stehen für die Mitte der Gesellschaft.“
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Unter dem Strich bleibt ein zwiespältiges Resümee. Positiv war zweifellos das eindeutige Signal, das von der Erdinger Demonstration an die Adresse der Berliner „Ampel“ und ihrer verheerenden „Heizwende“ ausgesandt wurde. Daß man sich dabei in unguter Mainstream-Manier ausgerechnet von der einzigen Oppositionspartei im Bundestag distanzieren zu müssen glaubte, schmälert den Erfolg freilich. Da wird die in Erding versammelte „Mitte der Gesellschaft“ noch hinzulernen müssen. (rk)
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