100 Jahre Kommunistische Partei: Xi Jinping und Alexander Dugin loben die KPch

Peking/Moskau. Im Rahmen der Feierlicheiten zum 100. Geburtstag der Kommunistischen Partei Chinas hat der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping andere Staaten vor einem „Kollisionskurs“ im Umgang mit seinem Land gewarnt. Das chinesische Volk werde ausländischen Kräften niemals erlauben, es zu „schikanieren, unterdrücken und unterjochen“, sagte Xi Jinping am Donnerstag auf einer Massenveranstaltung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Jeder, der dies wage, werde auf eine „große Mauer aus Stahl“ treffen, die 1,4 Milliarden Chinesen geschmiedet hätten – und „sich den Kopf blutig stoßen“, sagte der Parteichef unter dem Jubel von 70.000 geladenen Teilnehmern. Er verwahrte sich auch gegen Kritik aus dem Ausland: „Wir werden niemals scheinheilige Predigten von jenen akzeptieren, die glauben, sie hätten das Recht, uns zu belehren.“

Xi Jinping hatte sich mit der chinesischen Führung auf dem Balkon des Tian'anmen-Tores über dem großen Porträt des Revolutionärs Mao Tsetung am Eingang zur „Verbotenen Stadt“ versammelt. Die Szene erinnerte daran, wie der „große Steuermann“ an gleicher Stelle 1949 die Gründung der kommunistischen Volksrepublik ausgerufen hatte. Xi Jinping trug bei dieser Gelegenheit einen grauen Mao-Anzug.

In seiner mehr als einstündigen Rede rief der Parteichef auch zur Modernisierung der Streitkräfte auf. „Eine starke Nation muß eine starke Armee haben.“ Er wandte sich gegen „Unabhängigkeitskräfte“ in dem als Teil der Volksrepublik betrachteten Taiwan und rief zur „friedlichen Wiedervereinigung“ mit der Insel auf. Niemand dürfe die Entschlossenheit Chinas unterschätzen, seine territoriale Integrität zu verteidigen. Xi Jinping unterstrich die absolute Führungsrolle der Partei. „Chinas Erfolg hängt von der Partei ab.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Zu dieser Einschätzung ist auch der russische Publizist und Geopolitiker Alexander Dugin gelangt. In einer gemeinsamen chinesisch-russischen Veranstaltung aus Anlaß des chinesischen Partei-Jubiläums betonte auch Dugin die Bedeutung der Kommunistischen Partei für die Modernisierung des Landes, die anders als in Rußland außerordentlich erfolgreich verlaufen sei. Wörtlich: „Ich möchte mich der Weisheit und Größe der KPCh beugen – Sie haben die Sowjetunion nicht nachgeahmt.“ Die „Größe der Kommunistischen Partei Chinas“ bestehe darin, „daß sie die Lehren aus dem Scheitern der Sowjetunion gezogen hat, dieselben Fehler nicht wiederholt und eine große Wiederbelebung erreicht hat“.

Bei der russisch-chinesischen Zusammenarbeit müsse es nun darum gehen, einen „souveränen demokratischen, freien und unabhängigen Weg der sozialen Entwicklung zu verwirklichen, d.h der  Hegemonie entgegenzutreten. China und Rußland sollten strategische Kooperationsbeziehungen entwickeln und sich der Hegemonie entschieden entgegenstellen“, betonte Dugin, der zeitweise als Berater von Kremlchef Putin galt und maßgeblich das Konzept der „multipolaren Weltordnung“ (hier können Sie sein Standardwerk "Konflikte der Zukunft" erwerben) mitformuliert hat. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare